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Anfang 1998 war es wieder so weit. Diesmal aber sollte es "der ultimative" 914er werden. Als Basis hatte ich mir einen reimportierten 914-1.7 Liter ausgesucht, hier fand ich noch eine wirklich gute Substanz vor und das selbst an den kritischen und bekannten Stellen wie z.B. Targabügel, Hinterachsaufnahmen, Schweller oder Lampenkästen. 

Unerlässlich für eine richtige Restauration. Ein in Fachkreisen "Schweinchengrill" genanntes Drehgestell, viel Platz und noch mehr Zeit.

Ich hatte mich für nen Umbau auf die 916 GT Optik entschieden, breit sollte er werden aber ohne allzuviel GFK Teile. Beim Ersatzteile Versand von Lothar Stöckl in Bempflingen war dann bald meine zweite Heimat, dort erstand ich auch die Stahlverbreiterungen zu einem humanen Preis. 

An der Karosserie wurde der Lack abgebeizt. Unterboden, Radhäuser und Schwellerbereiche wurden Sandgestrahlt und Flammspritzverzinkt. 

Die Innenausstattung war in einem schlechten Zustand, das spielte aber für mich keine Rolle, da ich zuvor schon 2 914ner "geschlachtet" hatte und somit auf ein gut gefülltes Ersatzteillager zurückgreifen konnte. Lediglich die Teppiche und später die Recaros wurden als Neuware angeschafft, alles andere waren gut erhaltene Gebrauchtteile. 

Früh übt sich - was später ein echter 914ner Fan werden will.

Die komplette Bremsanlage wurde erneuert, angefangen von den Bremssätteln über die gesamten Leitungen und Schläuche bis hin zum Hauptbremszylinder und Bremskraftregler. Fast alle Chromteile ob am Frontscheibenrahmen oder am Targabügel sowie alle Tür-, Dach- und Fensterdichtungen wurden ebenfalls gegen Neuteile ausgetauscht.

Manu (da schon 3 Jahre alt)beim Abschaben des Lacks. Er war immer zur Stelle wenn man ihn gebraucht hat. DANKE !!!!

Motor und Getriebe wurden von einem geschlachteten 2.0 Liter übernommen. Bei der Firma Sorg Motorsport - direkt vor meiner Haustüre - entstand der Plan zu einem 2.4 Liter Motor, meine Vorgaben lauteten damals nur "Dampf von unten raus" um Schaltfaul fahren zu können.

Abteilung Jugend forscht. 

Dem Motor wurde sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt, sollte er doch der Optik des Wagens in nichts nachstehen. Eigentlich blieben nur die beiden Gehäusehälften und die Kurbelwelle vom 2.0 Liter Motor übrig. Genaue Angaben findet Ihr im Bereich Testbericht. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, dass sich der Aufwand voll und ganz gelohnt hat. Der 14ner ist die Zuverlässigkeit in Person.

Es gab "gute Zeiten"... so sollten 30 Jahre alte Schweller aussehn.

Besonders hervorheben möchte ich den Umbau von anfänglich 44er Weber Doppelvergaser auf eine 40er Weber Alpha Drosselklappeneinspritzung. Egal ob heiß oder kalt ob lange gestanden oder nur kurz geparkt, der Motor startet wie ein modernes Auto - einfach genial - und der Verbrauch ging deutlich zurück.

... und es gab "schlechte Zeiten". Das war aber auch die einzige schlechte Stelle an meinem "Jägermeister" und sie war mir schon beim Kauf bekannt. Man kennt ja seine Pappenheimer. Auf eine Heizung wurde bewusst verzichtet weil dadurch die Innenschweller nur zum Rosten ermuntert würden, außerdem wird der Wagen eh nur bei schönstem Wetter bewegt - Regen hat er Gott sei Dank  bis heute nur 2 mal (notgedrungen) gesehen. 

Im Juni 2000 also zweieinhalb Jahre nach Beginn der Restauration hatte der "Jägermeister" endlich wieder Asphalt unter seinen Rädern. Er läuft jetzt vorne auf 205er Reifen auf 7" ATS mit 35mm Spurverbreiterung und hinten auf 225er ebenfalls 7" ATS und ebenfalls 35mm Spurverbreiterung. Für den optimalen Fahrbahnkontakt und somit auch für viel Fahrspaß und Fahrsicherheit sorgt ein Bilstein Fahrwerk in Verbindung mit den original Federn. Durch den Frontölkühler mit Schlauchthermostat bleibt die Motoröltemperatur immer im humanen Bereich und erreicht maximal 120° - selbst wenn man ihn mal richtig "herbügelt".


Standesgemäß hängt unter dem Heck meines 914ners eine 4-Rohr Ansa Anlage die ich - wie schon bei meinem ersten - etwas "erleichtert" habe um dem Motor das Ausatmen einfacher zu gestalten. Es ist nicht zu empfehlen  mit der Anlage größere Strecken mit mehr als halb geöffneten Drosselklappen zurückzulegen ohne vorher den geeigneten Gehörschutz angelegt zu haben, aber sie bringt deutlich mehr Leistung als die viel zu kleine Bursch Anlage die ich auch beim Test von VW Speed (und beim TÜV)montiert hatte. ;-)


 
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